Kroneneinkürzung

Bei der Kroneneinkürzung beachten wir die regional geltenden Auflagen und Richtlinien:
In den meisten Fällen ist es möglich, die Krone um ca. 10% bis 15% zu reduzieren, allerdings ist darauf zu achten, dass man
dünnborkige Baumarten wie z.B die Rotbuche (Fagus sylvatica) nicht zu stark einkürzt, um eine weitere Beschattung auf die Borke aufrechtzuerhalten.
Baumarten wie diese bekommen schnell Sonnenbrand, wenn man das Kronendach zu weit öffnet, was zur Folge hat, dass die Rinde aufplatzt, ein Pilz eindringt und der Baum daraufhin irreparable Schäden davonträgt.
Andere Baumarten wie Weiden, Pappeln oder Platanen kommen mit einem starken Schnitt besser zurecht, da diese sehr wüchsig sind und Wunden gut überwallen können.
Spezielle Fälle sind Formschnitte, wie z.B der Kopfschnitt, auf die man aber schon in der Jugend hinarbeitet; starke Schnitte sind im Alter nicht mehr möglich, außer die Bäume weisen starke Beschädigungen auf und sie müssen deswegen entlastet werden.
Bei einem Kronensicherungsschnitt oder Kronenregenerationsschntt handelt es sich ebenfalls um einen Spezialfall: Hier werden
stark beschädigte Kronenteile entfernt, um eine Sekundärkrone aufzubauen.
Damit kann man stark geschädigte Bäume an stark besuchten Orten noch lange Zeit am Leben erhalten und das ist jeder Fällung vorzuziehen!
Alle Sonderfälle sind sehr pflegeintensiv, was auch mit höheren Kosten verbunden ist.
Wir versuchen immer auf ihre Wünsche einzugehen und sagen Ihnen, was für ihren Baum im Rahmen des Möglichen ist.

Übrigens:Fängt man einmal an Bäume einzukürzen, kann man damit rechnen, alle drei bis vier Jahre wieder einen Baumpfleger im Garten zu haben.
Für den Baum ist es meistens am besten, wenn man ihm seinen Habitus lässt; ein Beschnitt ist in Gärten aber oft ein notwendiges Übel.